Welpen aus meiner Zucht kosten in "Normalfarben" zwischen 600 und 1000 Euro, bei manchen Tieren ist der Preis höher.

Was dürfen Sie hierfür erwarten?

Einen wohnungsaufgezogenen, gut sozialisierten Welpen mit  Impfungen:  6-fach und evtl. 7-fach mit Tollwut -  bei jeder Impfung gründliche Tierarztkontrolle mit Bescheinigung im EU-Paß -Microchipp - auf Wunsch zusätzliche Tätowierung - mehrfache Entwurmungen alle 14 Tage bis zur Abgabe mit verschiedenen Wurmmitteln unterschiedlicher Zusammensetzung - große Gesundheitsbescheinigung vor Übergabe des Welpen nicht vor der 10. Woche -  eine vollständige Ahnentafel!

Ab und zu habe ich auch Tierchen mit Fehlern ( JA - im Gegensatz zu einigen "Mitbewerbern" habe ICH nicht nur fehlerfreie Tiere, denn ich züchte Lebewesen !)Ich gebe diese günstiger mit Auflagen z.B. NICHT für die Zucht geeignet - ab.

ALLE Welpen werden  geimpft, (Preisunterschiede ergeben sich nur aus Typ, Farbe und Geschlecht.)

Weibchen sind in der Regel teurer als Rüden, da sie häufiger angefragt werden.

Farben wie schoko, schoko-tricolor, schoko-tan, gestromt, husky oder merle kommen selten vor. Dies schlägt sich im Preis nieder.

Erwachsene Zuchttiere sind bei mir NICHT zu bekommen. Hunde mit denen ich gezüchtet habe - bis max. zum 6. Lebensjahr -  werden in KEINE weitere Zucht verkauft. Ich gebe diese Tiere u.U. kastriert in liebe private Hände und überprüfte Plätze!! Bitte wenn Intresse mal anfragen! Hier gilt auf jeden Fall Platz VOR Preis!

Bei mir gibt es KEINE Kaiserschnitt-Zucht. Jede Hündin mit Kaiserschnitt wird bei diesem auch kastriert! und ihr wird so keine weitere Trächtigkeit bzw. Geburt mit dem Risiko eines weiteren Kaiserschnitts zugemutet.

Oft erschrecken die Leute bei einer ehrlichen Preisinformation!

Bedenken Sie jedoch, dass mit einer soliden Zucht enorm hohe Kosten verbunden sind:

Kauf oder Heranziehen der Zuchttiere - also auch ich muss mir ab und an bei den erwähnten Preisen einen Welpen kaufen und das Risiko tragen, ob dieser jemals für die Zucht geeignet ist! Hierzu muss das Tier sich so entwickeln, dass es dem Rassestandart entspricht. Diese Aufzucht kostet nicht nur Geld sondern auch Herzblut, weil das Tier später, wenn es nicht für die Zucht geeignet sein sollte, leider wieder abgegeben werden muss. Meist auch mit finanziellem Verlust. Mit einem Zuchttier besuche ich einige Ausstellungen  ggfs. wird ein  Zuchtwart hinzugezogen.  Tierarztkontrollen und Patellauntersuchungen folgen. Dies alles ist auch mit Kosten verbunden!

Allerdings heißt die Zuchtgenehmigung noch nicht, dass das entsprechende Tier auch Welpen bekommt bzw. decken kann!

Mit Glück habe ich Welpen. Manchmal beim ersten Wurf nur ein - zwei Babys! Die Welpenaufzucht ist nicht billig. Gutes Futter z.B. ein 10-kg-Beutel Royal canin Starter, die die säugende Mutter und die Welpen bei mir erhalten, kostet 45 Euro und hält bei mehren Würfen nur einige Tage. Zusätzlich wird bestes Nassfutter, Fleisch, Kauartikel, Zusatzstoffe oder auch Welpenmilch benötigt. Auch die Tierarztkosten schlagen zu Buche!

Tiere, die aussetzen, also keine Welpen haben, Tiere die kastriert wurden, Rüden, Jungtiere ,die für die Zucht herangezogen und erst beurteilt werden sollen, müssen auch alle gefüttert werden! Hier wird an Nichts gespart - das Beste ist gerade gut genug! Ich füttere keine Abfälle und auch keine Schlachtabfälle, sondern kaufe das Fleisch, welches eigentlich für Menschen gedacht ist.

Putzen und Waschen: Ich glaube nur ein Züchter weiss, was mit dieser Aussage verbunden ist! Berge Wäsche (täglich u.U. mehrmals neue Decken und Kissen) putzen, putzen, putzen um nicht selbst im Hundezwinger zu wohnen! Auch hier ist es nicht nur die Arbeit, sondern auch die Kosten für Waschmittel, Putzmittel ..... beim Schlecker hat man mich schon gefragt was ich mit dem ganzen Klopapier und dem vielen Putzmittel mache! -

diese Dinge, Wasser und Strom, müssen bei den Welpenpreisen irgendwo berücksichtigt werden.

Regelmäßige Gesundheitsvorsorge (z.B. Wurmkuren und Impfungen) Tierarztkosten bei Unfällen oder bei Krankheit, Futterkäufe, Neuanschaffungen von Kissen, Decken und Körben, die Fahrten überall hin, Ausstellungsbesuche, Kontrollen durch den Zuchtwart, Papierkram, Versicherungen, Steuern und anderes sind nur ein Teil der Kosten eines Züchters.

Da die Hunde bei mir alle im Haus  gehalten werden sind auch mehr Reparaturen und Renovierungen erforderlich als im "Normalhaushalt"  - der Anstrich muss mindestens 2 mal im Jahr erneuert werden! Unzählige Kissen, Decken und anderes müssen regelmäßig ersetzt werden. Wenn Sie nun ein wenig nachdenken und sehen, dass ein Züchter das Geld nicht in Säcken wegtragen kann, weil er Kosten über Kosten hat - und diese auch zahlt, wenn keine Welpen verkauft werden! - müssen Sie sich fragen wie denn die Welpen aufgezogen werden, die 300 Euro kosten sollen und noch ins Haus geliefert werden???

 

                          Hier Billighunde aus Massentierzuchten

               
                                                                            
 
 
  

   Ist leider noch immer Realität, solange es Leute gibt die NUR nach dem Preis fragen

      

 

 Leider ist das auch in Deutschalnd so. Hier ein Film von RTL

 http://www.rtl.de/rtlaktuell/rtl_aktuell_videoplayer.php?article=31445&pos=3 

 

 

                

 

Welche Voraussetzungen muss ich haben

um mir ein Tier anzuschaffen?

  

 

 

Spontanentscheidungen sind bei der Anschaffung von Tieren schon im allgemeinen höchst problematisch. Bei derAnschaffung eines Hundes, insbesondere eines Chihuahua`s  sind sie geradezu fatal. Im Moment  sind  spontane Nachfragen bei Züchtern besonders für Chihuahua`s besonders häufig, oft mit der Aussage "So einen winzigen Hund hätte ich auch gerne"  Zwischenzeitlich tummeln sich zahlreiche unseriöse Züchter oder Händler in der Zucht, die besonders zu den sogenannten "Schenkfesten" Welpen dieser Rasse anbieten....oft zu sehr günstig erscheinenden Preisen...Oft werden hier Mischlinge aus anderen Kleinrassen wie z.B.Spitzen und Pinschern angeboten oder es handelt sich um Tiere aus dem Ausland, die bereits mit 5 Wochen von der Mutter getrennt wurden. Impfungen und Wurmkuren sind für die Verkäufer oft Fremdworte und viele  importierten Welpen sterben!
Ich rate jedem Kaufinteressenten vor einem Kauf einige 
 Überlegungen anzustellen und sich zu informieren.
Habe ich genug Zeit für das Tier?

Sollten Sie ganztags berufstätig sein sollten Sie im Interesse des Hundes auf eine Anschaffung verzichten. 

Erlaubt der Hauseigentümer die Haltung eines Hundes und sind meine Nachbarn damit einverstanden?

Auch diese Fragen sollten Sie vor den Kauf  klären.
Wollen alle Familienmitglieder einen Hund?

Ein Hund sollte keinesfalls angeschafft werden, weil z.B. ein Partner oder auch die Kinder einen Hund haben möchten

  letztendlich bleibt die Arbeit bei der Hausfrau hängen, auch wenn die Kinder noch so viele Versprechungen machten sich gewissenhaft um das Tier zu kümmern

 Auch das Stichwort Allergie sollte vorher geklärt werden

 ein kleiner Test beim Hausarzt gibt darüber Auskunft ob ein Familienmitglied allergisch auf Tiere reagiert und man vermeidet so Tränen und  Probleme.
Habe ich die Kosten für die Anschaffung und Kosten für den
laufenden Unterhalt des Tieres?  

Der billige Hund ist nicht immer der preiswerte Hund...... Gute Welpen haben ihren Preis

-Kosten für Wurmkuren, Futter, Impfungen, regelmäßiger 
Gesundheitsvorsorge,  Wurfabnahme, Papiere usw. sind nur ein Bruchteil der Kosten eines Züchters

 Züchtet er gewissenhaft wird er nicht jeden Hund in die Zucht nehmen

 oft sind schon einige tausend Euro erforderlich um die notwendigen Zuchttiere zu erwerben oder großzuziehen, über die Zuchttauglichkeit zu bringen usw.. Eine Hündin bekommt nicht in jeder Hitze Welpen, oft fährt man vergeblich zum Zuchtrüden (hat aber die Decktaxe bezahlt) oder die Hündin bekommt Welpen, die Freude des 
Züchters währt aber nicht lange, da die Zuchthündin einen 
Kaiserschnitt braucht, nicht normal gebären kann, die Welpen sterben oder sonstige Zuchthemmnisse oder Komplikationen eintreten.
Also - der Welpe kostet Geld - wobei der Preis nicht immer die Richtschnur eines Kaufes sein sollte. Ein besonders teurer Welpe ist auch kein Garant für Qualität......ein besonders preiswerter Welpe sollte misstrauisch machen

  ein Kaufinteressent sollte mit gesunden Menschenverstand suchen, sich Zuchttiere, Welpen und vor allem den Züchter anschauen. Machen die Tiere einen gepflegten Eindruck, sind sie freundlich und offen, haben die Tiere ein gutes Verhältnis zu ihren Besitzer? Manchen Kaufinteressenten schließen von einer topgepflegten Wohnung auf die Haltung der Tiere, denken aber nicht darüber nach, dass sich dort meistens KEINE Hunde oder Welpen aufhalten

in einer mit dicken Perserteppichen ausgestatteten Wohnung sind sehr selten Welpen, die noch nicht sauber sind  noch Zuchtrüden zu finden, die öfter das Bein heben. Sieht eine Wohnung steril aus und wie geleckt,  halten sich Welpen und Zuchttiere meist im Keller oder in angrenzenden Ställen auf !!. Hier ist das Wesen der Tiere stark beeinträchtig, der Kontakt zu Menschen fehlt und eine gute Prägung ist ausgeschlossen.            




  Frust eines Züchters! 

 

Manchmal denke ich "Das waren noch schöne Zeiten" als fast alle Kaufintressenten mit Anstand und Freundlichkeit den Züchter kontaktierten. Zwar wurde immer schon nach dem Preis gefragt, aber was mir in letzter Zeit alles so unterkommt, ist teils schon eine Unverschämtheit!
 
Ich hoffe Sie gehören nicht zu diesem Leuten! Ich hoffe, dass Sie sich vorher über einige Dinge klar sind. Wenn es Ihnen bei einem Welpen NUR um den Preis geht, sind Sie bei mir völlig falsch - das Internet steht voll von Händlern und Vermehrern mit papierlosen Hunden!
 
Fragen nach dem Charakter, der Endgröße, der Aufzucht oder der Abstammung werden immer seltener gestellt - dafür fällt jeder Zweite mit der "Tür ins Haus" oft nur mit einem Satz "Was kostet der Hund?" teils ohne einen Gruss am Telefon.... auch schon mal mitten in der Nacht - meist ohne Ruferkennung!
Manchmal kann man schon zufrieden sein, wenn der Anrufer nicht direkt nach der Auskunft einhängt....
 
Aus welcher "Kinderstube" kommen diese Leute ???
 
Ich selbst würde abends nach 22 Uhr weder meinen Großvater noch berufstätige Bekannte anrufen. Telefonzeiten, die früher tabu waren - also sich Sonntags vor 10 Uhr oder abends spät nach 22 Uhr  zu melden - stören diese Anrufer selten. Das Benehmen vieler "Kunden"  lässt einfach zu wünschen übrig. Auch ist es schon vorgekommen, dass mich Leute spät kurz vor Mitternacht angetrunken anrufen, um nur eine Preisauskunft zu erhalten. Oder völlig unbekannte Anrufer nennen mich direkt beim Vornamen!! 
Muss man sich wundern, dass ich hier recht barsch reagiere?
Wenn Sie nun fragen, warum ich ans Telefon gehe? Weil ich jederzeit telefonisch erreichbar sein muss!
Emails habe ich jeden Tag Etliche. Erstens habe ich nicht die Zeit, diese alle zu beantworten und zweitens sind es fast ausschließlich reine Preisanfragen oder sogar Geschenkanfragen. Oft sind diese Emails mit Nicknamen unterschrieben, führen keine Anrede oder sind plump-dreist! Einige haben in 2 Sätzen 10 Fehler! Darauf möchte ich garnicht anworten! ! Solchen Leuten möchte ich auch KEIN Tier verkaufen! Wenn jemand schon kein Benehmen, keinen Anstand und kein Taktgefühl zeigt, wie soll ich einem solchen Menschen ein Tier anvertrauen? Wenn jemand nicht die Mittel für einen Hundekauf hat, was soll ich als Züchter annehmen? Eine Operation, eine tierärztliche Behandlung nach Unfall oder Krankheit könnte später mal nötig sein  - wie diese Kosten, das Futter, regelmäßige Gesundheitsvorsorge, Anschaffungen vieler notwendiger Dinge - zahlen?
Hier ist der Kaufpreis doch die kleinere Sache - wenn man bedenkt, dass ein Chihuahua 12 bis 15 Jahre lebt!
 
Ich erwarte normalen telefonischen Erstkontakt zu üblichen Zeiten
 
Ich erwarte von den Welpenintressenten ein Maß an Höflichkeit mit normalen Umgangsformen, Terminvereinbarungen sollten abgesprochen und eingehalten werden. Sie sollten diese freundlicherweise  absagen, wenn etwas dazwischen kommt!!
 
Ich möchte als Züchter das Gefühl haben, das Sie als zukünftiger Welpenbesitzer geeignet und zuverlässig genug für eine Tierhaltung sind! 
 
Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen einen Hund verkaufen KANN, aber dieses nicht MUSS!
 

Billighunde
Das Internet steht voll: Anbieter aus Tschechien, Ungarn, anderen Ostblockländern, aus Belgien und Holland und leider auch papierlose Zuchten aus Deutschland, die teilweise Hunde unter erbärmlichen Bedingungen halten. Mit wenig Aufwand wollen sie das große Geld machen.
Chihuahuawelpen werden zu Billigpreisen zwischen 150 und 450 Euro angeboten.  Ziel ist es, schnell zu verkaufen. Teilweise werden die Welpen als Minis oder Teacup angeboten. Trick der Händler ist ein falsches Alter zu nennen. Oft sind diese armen Würmchen noch keine 5 Wochen alt.
Der Händler wird auch in Zuchttiere nichts investieren. Die Welpen sollen einfach nur möglichst viel Reingewinn bringen. Das heißt viele Zuchttiere sind zusammengepfercht in Käfigen und Zwingern unter unwürdigen Zuständen. Sie  erhalten keine Pflege, alles ist verdreckt, jegliche tierärztliche Behandlung fehlt. Brauchen z.B. Hündinnen einen Kaiserschnitt - wird dies aus Kostengründen nicht gemacht und die Hündin geht jämmerlich zugrunde oder wird erschlagen. Weder Elterntiere noch die Welpen werden geimpft oder entwurmt (Impfpässe werden gefälscht). Tierschutzorganisationen haben herausgefunden, dass diese Händler sich Stempel eines fingierten Tierarztes anfertigen lassen, um so den Eindruck eines gültigen Impfpasses zu erwecken. Hündinnen mit Geburtsproblemen  oder zu kleinen Würfen werden auch einfach erschlagen und landen in der Abfalltonne. Das gleiche passiert mit Welpen, die eingegangen sind.
 
Schlimm es ist, dass einige in Deutschland lebende Ausländer auch im Hundehandel fleissig mitmischen. Sie erwecken bei den Käufern den Eindruck, es handele sich um einen Privatverkauf - gezüchtet aus Freude oder einfach weil "man nicht aufgepasst hat" und aus diesem "Unfall" Welpen entstanden sind. Hier ist wichtig einmal die Flut der Anzeigen zu verfolgen, da diese Leute ständig Welpen - auch verschiedener Rassen - anbieten!

Die Hunde dort oder aus Mittleid zu kaufen oder einfach wegen Preises führt nur dazu, dass sofort NACHSCHUB aus dem Ausland geordert wird!  Der gekaufte Welpe ist in den  meisten Fällen krank.  Oft stirbt er. Jeder der ein solches Tier kauft, fördert diese unwürdigen Tierfabriken!  Die Tierquälerei geht weiter!

 

 

Hundehändler: Geschäft mit todkranken Tieren

Dubiose Hundehändler aus Osteuropa verkaufen im grossen Stil Hunde in die Schweiz. Übers Internet bieten sie Tiere ahnungslosen Kunden an. Oft werden die Hunde viel zu früh von ihrer Mutter getrennt, sie sind nicht geimpft oder krank. «Kassensturz» stellt einen Händler vor laufender Kamera.

Julika Fitzi hat eine eigene Tierarztpraxis in der Nähe von St. Gallen. Und sie stellt fest: Immer öfter muss sie schwer kranke Hunde untersuchen, die sich Käufer billig über das Internet, meist von Händlern aus dem Osten, besorgt haben. «Leider gehört das zu unserer traurigen Routine. Die Tiere sind schon sehr geschwächt. Wir kommen meistens zu spät», sagt die Tierärztin.

Zur Rede gestellt

Ein junger Chihuahua-Welpe starb nur fünf qualvolle Tage nach dem Kauf. Der Händler war Norbert Kuzma. Seit Jahren handeln er und seine Frau im grossen Stil per Internet mit Hunden. Julika Fitzi will Norbert Kuzma zur Rede stellen. Über einen Bekannten tritt sie verdeckt mit ihm in Kontakt. Kuzma reagiert promt. Er könne den Chihuahua gleich an die Schweizer Grenze liefern. Seine Schwiegereltern würden dort wohnen.

Mit zweieinhalb Stunden Verspätung kommt Norbert Kuzma an. Er bringt einen völlig apathischen Chihuahua-Welpen mit. Wir klären den Hundehändler auf, wer wir sind. Norbert Kuzma will uns den Welpen wegnehmen. Schliesslich willigt der Hundehändler ein, den Hund bei einer Tierärztin in Konstanz untersuchen zu lassen.

Auf dem Weg zum Tierarzt hat sich der Hundehändler Norbert Kuzma aus dem Staub gemacht. Die Tierärztin hatte an diesem Tag noch einen anderen Hund von Norbert Kuzma in ihrer Praxis. Jetzt untersucht sie Hela. Der Hund ist halb verdurstet. Mit einer Elektrolytinjektion unter die Haut behandelt die Aerztin den akuten Flüssigkeitsmagel.

Augenschein nehmen

«Kassensturz» besucht eine Schweizer Chihuahuazucht. Sigrid Stauss züchtet seit rund zehn Jahren Hunde nach strengen Richtlinien und kennt die Züchterszene. Für sie ist klar, vor dem Kauf muss ein Kunde verschiedene Hundezüchter besuchen: «Das ist zwingend. Wer einen Hund kauft, ohne Zucht und Welpe vorher je gesehen zu haben, handelt in jedem Fall unvernünftig – egal ob im Ausland oder in der Schweiz.»

Die kleine Hope ist neun Wochen alt. Sie wird von der Tierärztin untersucht. Der Welpe ist kerngesund. Bevor ein Hund verkauft wird, muss er mit einem Chip markiert sein. So kann er jederzeit eindeutig identifiziert werden. Die Tierärztin implantiert den Chip unter die Haut des Welpen und kontrolliert, ob die gespeicherten Daten korrekt gelesen werden können.

Die Daten aller Hunde in der Schweiz sind in der Tierdatenbank Animal Identity Service (Anis) gespeichert, sortiert nach Rasse, Geschlecht, Alter und Herkunft. Exklusiv für «Kassensturz» wertete Anis die Datenbank nach der Importquote von Junghunden aus. Das bedenkliche Resultat: Jährlich werden über 7000 Hunde in die Schweiz importiert. Mit einer solch hohen Zahl hat Anis-Geschäftsführerin Denise Delley nicht gerechnet: «Es wird empfohlen, Welpe, Mutter und Zuchstätte zu besichtigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei den 7000 Welpen gemacht worden ist.»

Kriminelle Organisationen

Bei Modehunden wie Chihuahuas, französischen Bulldoggen oder Möpsen ist die Situation am gravierendsten. Von diesen Rassen werden bis zu zwei Drittel der Welpen aus dem Ausland importiert. Das Bundesamt für Veterinärwesen ist über die Entwicklung beunruhigt. Allein mit Kontrollen können man dem Hundehandel nicht Meister werden. «Leute, die einen Hund über das Internet oder aufgrund einer Anzeige kaufen, riskieren, dass sie einen krankes Tier erhalten. Und dass sie zum Teil auch kriminelle Organisationen unterstützen», stellt Marcel Falk vom Bundesamt für Veterinärwesen klar.

Trotz der Soforthilfe bei der Tierärztin in Konstanz bleibt der Zustand des Welpen Hela kritisch. Julika Fitzi: «Ich nehme den Hund mit in die Praxis. Er bekommt spezielle Nahrung, Flüssigkeit und Wärme. Ob er’s schafft, weiss ich nicht.»

Es war zu spät. Hela schaffte es nicht. Ein Tag nach der Übergabe in Deutschland ist sie tot. Das pathologische Institut des Tierspitals Zürich untersucht die Todesursache. Ergebnis: Hela war bereits bei der Übergabe todkrank. Sie hatte Durchfall, eine Brustfell- und eine eitrige Lungenentzündung. Gestorben ist der Hund schliesslich an den Folgen einer Blutvergiftung

 
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