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                                                 Unterzuckerung

Eine Unterzuckerung entsteht, wenn der Körper nicht in der Lage ist, Glukose zu speichern. Die benötigte Energie wird aus den Körperfettreserven geholt, so dass Fettsäuren schneller freigesetzt werden, als sie  über den Stoffwechsel  abgebaut werden können.

In diesen Fällen werden Stoffe (Ketone) produziert, die sich toxisch auf das Gehirn und appetitmindernd auswirken. Es kommt zu Erbrechen und Dehydration (Austrocknung). In fortgeschrittenem Stadium ist der Hund  nicht mehr ansprechbar, gleitet in ein Koma und stirbt.

Die produzierten Stoffe (Ketone) haben einen speziellen Geruch, der sowohl im Atem des Hundes, als auch in seinem Urin erkannt werden kann. Sie riechen sehr süss. (azetonartig)

Als erstes Anzeichen bei einer akuten Unterzuckerung kommt es zu Müdigkeit und Schlappheit, der Hund taumelt. Hier sollte man sofort eingreifen und dem Hund Honig, Traubenzucker oder - falls nicht zur Hand - irgendeine zuckerhaltige Substanz (z.B. Cola) natürlich keine Light!! direkt ins Maul geben.

Die meisten Hunde werden dies willig annehmen und das Ergebnis ist oft dramatisch: schon nach wenigen Augenblicken wirkt der Hund wieder normal. Sollte der Welpe bereits komatös sein, ist umgehende tierärztliche Hilfe geboten, ihm sollte dann keinesfalls etwas oral eingegeben werden, weil er daran ersticken könnte. Der Welpe braucht dringend sofort subkutane oder intravenöse Gaben von Glukose, um den Zuckerspiegel wieder aufzubauen. Ein komatöser Welpe kann dazu neigen, Krampfanfälle zu bekommen. Der Tierarzt wird dann zusätzlich zur Glukose auch ein leichtes Beruhigungsmittel geben. Wichtig ist es, den Tierarzt auf evtl. Unterzuckerung hinzweisen, da oft eine völlig andere Diagnose gestellt wird z.b. Wasserkopf oder Epilepsie. Falls der Tierarzt Ihrer Vermutung der Unterzuckerung widerspricht, bitte einen Zuckerschnelltest fordern. Sie können auch selbst einen Diabetikerteststreifen und ein entsprechendes Gerät benutzen. Die Werte sind annähernd so wie beim Menschen. Ich selbst habe unterzuckerte Welpen gemessen und hier oft einen Wert <40 gemessen.

Welpen, die zum Unterzuckern neigen und bei denen Anzeichen auftreten wie extreme Müdigkeit, viel Ruhen, Taumeln, Wanken, plötzliches Liegen mitten im Zimmer - müssen ganz besonders gut beobachtet werden und benötigen - zusätzlich zu pünktlichen gewissenhaften Mahlzeiten (u.U.Tag und Nacht alle 3 Stunden) - eine besondere Fürsorge.

Man muss sich vergegenwärtigen, dass diese Welpen keinen Zucker speichern können. Daher ist es absolut unumgänglich, dass sie nicht länger als maximal 3 Stunden ohne Futter sind. Die beste Nahrung für solche Welpen ist das Futter in Kombination mit speziellem hochwertigem Welpenfutter z.B. Royal Canin Starter und Gekochtem - also kochen von kleinen Portionen Fleisch mit Eiernudeln (kohlenhydratreiche Ernährung - leicht verdaulich) KEIN Reis! Es ist wichtig, die nächtliche Bewegungsmöglichkeit des betroffenen Welpens möglichst auf ein kleines Plätzchen einzuschränken, so dass er nicht zu viel Energie beim Spielen und Herumtollen verbraucht.  (ein umgebauter Kinderlaufstall ist ideal)Auch muss auf die richtige Raumtemperatur geachtet werden, denn Welpen verbrauchen sehr viel Energie, um ihre Körpertemperatur zu regulieren. (u.U. eine Wärmematte -Thermomaster für Tiere benutzen) Wenn ein Welpe nach dem Schlafen erwacht, muss er instinktiv etwas fressen. Insofern muss auch nachts Futter zur Verfügung stehen. Besser wäre zusätzlich eine späte nächtliche Mahlzeit unter Kontrolle! Der Besitzer muss etwas Gespürr für die Bedürfnisse seines Tieres entwickeln. In den meisten Fällen ist eine normale Fütterung von 3 Mahlzeiten ohne Zusatzfutter (gekochtes)spätestens im Alter von 7 bis 8 Monaten möglich. Bei besonders kleinen und zarten Junghunden kann sich die Symptomatik des Unterzuckers bis zum Ende des 1. Lebensjahres hinziehen. Man muss berücksichtigen, dass jede Art von Stress, ausgelöst durch  Einsamkeit, Krankheit, Wetterschwankungen, Impfungen oder Ortswechsel wieder die Gefahr einer Unterzuckerung mit sich bringen kann.

Weiterhin ist unbedingt zu beachten, dass die ersten Anzeichen der Unterzuckerung manchmal (auch von Tierärzten!) mißgedeutet und als Symptome eines Hydrocephalus (Wasserkopf) oder eines Krampfanfalles gewertet werden.  Wie bei der Unterzuckerung können auch bei einem Hydrocephalus Müdigkeit und Bewegungsstörungen auftreten, der Welpe bekommt Krämpfe und fällt ins Koma. Man muss sich die Symptome beider Erkrankungen sehr gut einprägen und dann anhand der Reaktionen des Welpens prüfen, was ihm fehlt. Wenn man nicht sicher ist, ob ein Welpe an Unterzuckerung leidet oder einen Hydrocephalus hat, gibt eine Ultraschalluntersuchung des Gehirns letztendlichen Aufschluss darüber. Bei besonders zarten und kleinen Welpen mit wenig Gewicht sollte man jedoch zuerst an eine Unterzuckerung denken.

Viele die einen besonders kleinen Chihuahua besitzen möchten sollten sich diesen Test besonders gut durchlesen. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass besonders gerade Berufstätige und Chihuahuaintressierte mit Kleinkindern gerne ein solches Tier haben möchten. Ich rate diesen Leuten dringend vom Kauf ab,  da diese Tiere sehr empfindlich reagieren können und keinen Stress vertragen. Für diese Tiere braucht man besonders VIEL ZEIT

 

 

                                                

 


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